Behandlung des Gipses beim Ziehen

a) Außerordentlich wichtig für das Gelingen des Zuges ist die sachgemäße Behandlung des Gipses.

b) Der Gips muß sorgfältig mit der Hand auf das im Anmachgefäß befindliche Wasser gleichmäßig aufgestreut werden. Sobald die Hälfte der Wasseroberfläche von trockenem Gips überragt wird, ist genügend Gips eingestreut. Man kann nun ruhig einen Augenblick warten, bis sich auch der überragende Teil des Gipses mit Wasser vollgesogen hat. Kurzes aber kräftiges Rühren läßt dann schnell einen dünnflüssigen knollenfreien Gipsbrei entstehen.

c) Um für die spätere Nachbehandlung noch etwas frisches Material zur Verfügung zu haben, wird vor dem Umrühren in ein kleineres Gefäß (Gummibecher oder Stuckpfännchen) etwas Gipsbrei gefüllt (diesen aber nicht umrühren), und mit Wasser übergossen, sodass der Wasserspiegel den Gipsbrei deckt und beiseite gestellt („Stehgips“). Dieser so entnommene „Stehgips“ bindet nur sehr langsam ab und ist dann noch zu verwenden, wenn der übrige Gips bereits im Abbindeprozeß soweit fortgeschritten ist, daß er zum Ziehen nicht mehr verwendet werden kann.

d) Von großer Wichtigkeit ist, daß Anmachgefäß und Geschirr stets sauber gehalten werden. Abgebundene Gipsreste beschleunigen das Abbinden des Gipses.

e) Es ist stets danach zu trachten einen Zug mit einem Gips fertig zu machen. Es wird dadurch nicht nur Zeit erspart, sondern auch die Güte des Zuges hängt wesentlich davon ab.

f) Das verwendete Anmachwasser muß vollständig rein sein. Wasche daher Arbeitsgeschirr nie im Anmachwasser ab, auch nicht das kleinste Werkzeug! Benütze nur sauberes und kaltes Wasser! Nimm später den Mörtel nicht aus der Mitte des Kastens, sondern aus einer Ecke! Je länger der Mörtel unberührt bleibt, umso langsamer bindet er ab.

 

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